Anwendung der ätherischen Öle

Rezeptmischungen finden Sie auf den Ölseiten oder im Beschwerde-Index.

Anwendungsmöglichkeiten:
Duftlampe
Inhalation
Gesichtsdampfbad
Aromabad
Körperöl
Kompressen
Wickel

Sauna
Als wichtigste Regel in der Anwendung der Aromaöle gilt:

Weniger ist mehr!
  • Wenn Sie unerfahren im Umgang mit Aromaölen sind, dann halten Sie sich genau an Rezepte und Dosierungen, die sie z.B. hier finden oder in ihren Büchern nachlesen können.
  • Bitte informieren Sie sich, ob Sie oder die Person, die Sie die Aromaöle -oder Mischung auswählen, die angegebenen Öle überhaupt verwenden sollten.  Lesen Sie dazu diese Seite gut durch!


Duftlampe


Duftlampen werden mit Teelichtern beheizt. Es gibt aber auch elektrisch betriebene Duftlampen, welche sich vor allem für den therapeutischen Bereich und für das Kinderzimmer eignen. Die Schale wird mit vorzugsweise entkalktem Wasser gefüllt, dann erst gibt man die ätherischen Öle hinein. Durch die Wärme der Kerze (oder des Geräts) verdunstet das Wasser mit den Ölen und verströmt dabei den Duft im ganzen Raum.
Die Verdunstungsschale darf nicht zu klein sein, denn sonst ist das Wasser schnell verbraucht und die Öle brennen ein. Der Abstand zwischen der Wärmequelle und Schale sollte etwa 10 cm betragen, damit das Wasser sich nicht über 50 bis 55°C erwärmt. (Köchelt das Wasser verändern sich Duftqualität und die Wirkung.)

Die Anzahl der Tropfen ätherischer Öle hängt ab von
  • der Raumgrösse (z.B. für einen 30 m2 grossen Raum benötigt man etwa 4 bis 10 Tropfen, je nach Duftintensität)
  • der Duftintensität der ätherischen Öle. Stark duftende Öle müssen Sie wesentlich niedriger dosieren als schwache Düfte. Zu intensive Raumdüfte können Kopfschmerzen oder Übelkeit auslösen.
  • der Duftebene; Düfte mit Kopfnoten, wie die von Zitrusdüften lösen sich sehr schnell auf und bauen sich auch schnell ab. Fussnoten sind oft noch Stunden später wahrnehmbar.
Dickflüssige Öle müssen zuerst etwas aufgelöst werden, dazu geben Sie 1 EL 70%igen Alkohol (aus der Apotheke) zum Öl in die Duftlampe, dann erst giessen sie die anderen Öle und das Wasser dazu.
Es genügt, die Duftlampe 1 bis 2 Stunden brennen zu lassen.
Duftlampen sollten Sie nicht unbeaufsichtigt brennen lassen.
Duftlampen und ätherische Öle sollten Sie ausserhalb der Reichweite von Kindern aufstellen!!
Kaufen Sie qualitativ hochwertige Produkte; Synthetische Düfte haben nicht den gleichen Effekt wie echte ätherische Öle und verursachen oft Kopfschmerzen aufgrund ihrer Zusammensetzung.
Inhalation Eine Inhalation eignet sich vor allem zur Linderung von Bescherden der Atemwege, besonders bei Erkrankungen der Stirn- und Nasennebenhöhlen. Bei Erkältung, Grippe, Husten und Bronchitis kann eine Inhalation sehr wohltuend sein und den Heilungsverlauf unterstützen. Asthmatiker sollten vorsichtig sein, der heisse Dampf könnte einen Anfall auslösen.
  • Füllen Sie eine Schüssel mit heissem Wasser und geben Sie eine Mischung ätherischer Öle hinein.
  • Dann decken sie den Kopf und die Schüssel mit einem grossen Badetuch ab und atmen Sie, wenn möglich durch die Nase, 5 bis 7 Minuten lang tief ein und aus.
  • Nach der Inhalation das Gesicht gut abtrocknen; danach sollten Sie etwa eine Stunde lang nicht nach draussen gehen, sonst könnten sich die Beschwerden verschlimmern.
  • Eine Inhalation können Sie in der akuten Phase 2 bis 3mal täglich anwenden.
Vorsicht:
Kinder sollten Sie wegen Verbrennungsgefahr nie unbeaufsichtigt inhalieren lassen!

Für sie eignet sich eventuell ein Inhalationsgerät aus der Apotheke besser.

Gesichtsdampfbad Dieses wird genau so gemacht wie die Inhalation oben. Es dient der besseren Durchblutung und Klärung der Haut. Vor dem Gesichtsdampfbad sollte die Gesichtshaut besonders gründlich gereinigt werden. Nachher waschen Sie das Gesicht mit kaltem Wasser ab und betupfen es mit einer adstringierenden Lotion.
Wenn Sie zu geplatzten Äderchen (Couperose) neigen, sollten Sie keine Gesichtsdampfbäder machen.

Aromabad Dies ist eine wunderbare Art sich zu entspannen und ätherische Öle zu geniessen. Dazu müssen allerdings einige Dinge beachtet werden:
  • Ätherische Öle vermischen sich nicht mit Wasser, sie müssen daher in einen Emulgator gegeben werden (Milch, Sahne, Honig, Schaumbadbasis, Meersalz).
  • Die Wassertemperatur sollte 35 - 38°C betragen; baden Sie nicht heisser, das belastet den Kreislauf.
  • Die Badedauer sollte etwa 10 bis 15 Minuten nicht überschreiten.
  • Nach einem medizinischen Vollbad wird eine Bettruhe von 1 Stunde empfohlen
  • Schwangere, Kinder, kreislaufgefärdete und ältere Menschen sollten nicht zu heiss und zu lange baden! Informieren Sie sich auch, ob Sie die ätherischen Öle in den Mischungen unbedenklich anwenden dürfen.
Beachten Sie vor allem bei eigenen Mischungen, dass einige Öle sich nicht zu Anwendung auf der Haut eignen, da sie z.B. hautreizend sind. Vor allem auf Pfefferminzöl in Bademischungen sollten Sie unbedingt verzichten, denn durch die Wärme des Wassers werden die Blutgefässe erweitert; Pfefferminzöl wirkt stark kühlend, auf der Haut ensteht nun ein Gefühl der absoluten Kälte, was sehr unangenehm ist und zu starken Kreislaufproblemen führen kann.
Einige Öle wirken sehr anregend (z.B. Rosmarin), sie sollten deshalb nicht in einem Abendbad verwendet werden, da es sonst zu Schlafproblemen führen kann.

Körperöl Körperöle eignen sich vor allem für eine wohltuende Aromamassage. Dabei gelangen die beigefügten Essenzen innert 30 bis 60 Minuten über die Hautporen ins Gewebe, ins Lymphsystem und den Blutkreislauf und damit auch zu den Organen. Das tiefe Bedürfnis des Menschen nach Zuwendung und Berührung wird ebenso angesprochen wie der Sinn des Riechens, über den die Düfte ebenso wirken wie durch die Haut.
Durch die Öle und die Massage wird der Lymphfluss verstärkt und damit auch die Entgiftung angeregt. Die Essenzen wirken lokal oder über Energiekanäle wie Nerven oder Meridiane.
Das gleiche gilt auch für eine Massage am Fuss, bei welcher die Stimulation reflektorisch erfolgt, aber genau so effektiv und wohltuend sein kann.
Mit einer Aroma-Massage kann man:
  • Stress abbauen
  • entspannen und beruhigen
  • aktivieren und den Kreislauf anregen
  • Schmerzen lindern
  • entgiften und entstauen
  • lockern
  • die Haut pflegen
  • die körpereigene Abwehr anregen
Dabei sollte man beachten, dass nicht alle ätherischen Öle für die Anwendung auf der Haut geeignet sind und dass einige Personen auf gewisse Öle verzichten sollten. Informieren Sie sich vorher genau.
Es wird empfohlen, dass bei folgenden Befindlichkeiten auf eine Massage verzichtet werden sollte:
Schwangere bis zum dritten Monat, bis zu drei Monate nach einer Operation, bei einem frisch verheilten Bruch, inneren Verletzungen, Herzschwäche, Infektionskrankheiten, Chemotherapie und Krebs.

Mischen Sie die ätherischen Öle immer mit einem geeigneten Trägeröl.
Als allg. Dosierung gilt hier: 15 bis 20 Tropfen ätherisches Öl auf 100 ml Trägeröl. Damit kann man ein duftendes Körperpflegeöl mischen, ein Öl für Massagen für die allgemeine Entspannung und das psychische Wohlbefinden.
Für ein Heilöl für Teilmassagen, z.B. bei Muskelschmerzen, kann man 40 Tropfen auf
100 ml Trägeröl geben.

Wenn Sie erfahren sind im Umgang mit ätherischen Ölen, bekommen Sie ein Gespür für den richtigen Duft und die Wirkung und können Ihre eigenen Mischungen zusammenstellen.
Wenn Sie noch unsicher sind, sollten Sie am Anfang noch eine beschriebene Mischung ausprobieren und sich genau an die Dosierung halten.
Kompressen

Wickel
Warme bis heisse Kompressen / Wickel haben einen wohltuend entspannenden und krampflösenden Effekt. Ausserdem öffnen sich die Hautporen, so dass die ätherischen Öle schneller und tiefer in die Haut eindringen können. Sie eignen sich vor allem bei Beschwerden wie Rheuma, Arthritis, Muskelkater, Krämpfen und Koliken, Menstruationsbeschwerden, Zahn- und Ohrenschmerzen, Halsweh und Bronchitis.
Dafür  wird eine Ölmischung mit etwas Honig in heissem Wasser gelöst, ein Handtuch getränkt und ausgedrückt und dann so warm wie möglich auf die zu behandelnde Stelle gelegt. Mit einem weiteren Handtuch abdecken, evtl. eine zusätzliche Wärmeflasche darauflegen. Die Kompresse wird abgenommen, sobald sie auf Körpertemperatur abgekühlt ist.
Kalte Kompressen können wohltuend sein bei Kopfschmerzen, Schwellungen, Verstauchungen und Sonnenbrand oder als Wadenwickel bei Fieber.
Die ätherischen Öle werden ins kalte Wasser gegeben, ein Handtuch tränken, auswringen und auf die zu behandelnde Stelle legen. Die Kompresse wird abgenommen, sobald sie sich auf Körpertemperatur erwärmt hat.

Schwangere, Kinder und Herzkranke sollten sich vor einer Anwendung informieren, ob die verwendeten ätherischen Öle für sie geeignet sind.
Sauna Ätherische Öle können die Wirkung der Sauna unterstützen. Dafür können ca. 5 Tropfen eines Einzelöls oder einer Mischung auf eine Kelle Wasser gegeben werden, die Sie dann über die heissen Saunasteine giessen.

Vorsicht:
Giessen Sie niemals das ätherische Öl unverdünnt auf die Steine!
Sie sind leicht entzündlich!

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