| Anwendungsmöglichkeiten: Duftlampe Inhalation Gesichtsdampfbad Aromabad Körperöl Kompressen Wickel Sauna |
Als wichtigste Regel
in der Anwendung der Aromaöle gilt:
Weniger
ist mehr!
|
| Duftlampe |
Duftlampen
werden mit Teelichtern beheizt. Es gibt aber auch elektrisch betriebene
Duftlampen, welche sich vor allem für den therapeutischen
Bereich
und für das Kinderzimmer eignen. Die Schale wird mit
vorzugsweise
entkalktem Wasser gefüllt, dann erst gibt man die
ätherischen
Öle hinein. Durch die Wärme der Kerze (oder des
Geräts)
verdunstet das Wasser mit den Ölen und verströmt
dabei den
Duft im ganzen Raum. Die Verdunstungsschale darf nicht zu klein sein, denn sonst ist das Wasser schnell verbraucht und die Öle brennen ein. Der Abstand zwischen der Wärmequelle und Schale sollte etwa 10 cm betragen, damit das Wasser sich nicht über 50 bis 55°C erwärmt. (Köchelt das Wasser verändern sich Duftqualität und die Wirkung.) Die Anzahl der Tropfen ätherischer Öle hängt ab von
Es genügt, die Duftlampe 1 bis 2 Stunden brennen zu lassen. Duftlampen sollten Sie nicht unbeaufsichtigt brennen lassen. Duftlampen und ätherische Öle sollten Sie ausserhalb der Reichweite von Kindern aufstellen!! Kaufen Sie qualitativ hochwertige Produkte; Synthetische Düfte haben nicht den gleichen Effekt wie echte ätherische Öle und verursachen oft Kopfschmerzen aufgrund ihrer Zusammensetzung. |
| Inhalation | Eine
Inhalation eignet sich vor allem zur Linderung von Bescherden der
Atemwege, besonders bei Erkrankungen der Stirn- und
Nasennebenhöhlen. Bei Erkältung, Grippe, Husten und
Bronchitis kann eine Inhalation sehr wohltuend sein und den
Heilungsverlauf unterstützen. Asthmatiker sollten
vorsichtig sein, der heisse Dampf könnte einen Anfall
auslösen.
Kinder sollten Sie wegen Verbrennungsgefahr nie unbeaufsichtigt inhalieren lassen! Für sie eignet sich eventuell ein Inhalationsgerät aus der Apotheke besser. |
| Gesichtsdampfbad | Dieses
wird genau so gemacht wie die Inhalation oben. Es dient der besseren
Durchblutung und Klärung der Haut. Vor dem Gesichtsdampfbad
sollte
die Gesichtshaut besonders gründlich gereinigt werden. Nachher
waschen Sie das Gesicht mit kaltem Wasser ab und betupfen es mit einer
adstringierenden Lotion. Wenn Sie zu geplatzten Äderchen (Couperose) neigen, sollten Sie keine Gesichtsdampfbäder machen. |
| Aromabad | Dies
ist eine wunderbare Art sich zu entspannen und ätherische
Öle
zu geniessen. Dazu müssen allerdings einige Dinge beachtet
werden:
Einige Öle wirken sehr anregend (z.B. Rosmarin), sie sollten deshalb nicht in einem Abendbad verwendet werden, da es sonst zu Schlafproblemen führen kann. |
| Körperöl | Körperöle eignen sich vor allem für eine wohltuende Aromamassage.
Dabei gelangen die beigefügten Essenzen innert 30 bis 60 Minuten
über die Hautporen ins Gewebe, ins Lymphsystem und den
Blutkreislauf und damit auch zu den Organen. Das tiefe Bedürfnis
des Menschen nach Zuwendung und Berührung wird ebenso angesprochen
wie der Sinn des Riechens, über den die Düfte ebenso wirken
wie durch die Haut. Durch die Öle und die Massage wird der Lymphfluss verstärkt und damit auch die Entgiftung angeregt. Die Essenzen wirken lokal oder über Energiekanäle wie Nerven oder Meridiane. Das gleiche gilt auch für eine Massage am Fuss, bei welcher die Stimulation reflektorisch erfolgt, aber genau so effektiv und wohltuend sein kann. Mit einer Aroma-Massage kann man:
Es wird empfohlen, dass bei folgenden Befindlichkeiten auf eine Massage verzichtet werden sollte: Schwangere bis zum dritten Monat, bis zu drei Monate nach einer Operation, bei einem frisch verheilten Bruch, inneren Verletzungen, Herzschwäche, Infektionskrankheiten, Chemotherapie und Krebs. Mischen Sie die ätherischen Öle immer mit einem geeigneten Trägeröl. Als allg. Dosierung gilt hier: 15 bis 20 Tropfen ätherisches Öl auf 100 ml Trägeröl. Damit kann man ein duftendes Körperpflegeöl mischen, ein Öl für Massagen für die allgemeine Entspannung und das psychische Wohlbefinden. Für ein Heilöl für Teilmassagen, z.B. bei Muskelschmerzen, kann man 40 Tropfen auf 100 ml Trägeröl geben. Wenn Sie erfahren sind im Umgang mit ätherischen Ölen, bekommen Sie ein Gespür für den richtigen Duft und die Wirkung und können Ihre eigenen Mischungen zusammenstellen. Wenn Sie noch unsicher sind, sollten Sie am Anfang noch eine beschriebene Mischung ausprobieren und sich genau an die Dosierung halten. |
| Kompressen Wickel |
Warme bis heisse
Kompressen / Wickel
haben einen wohltuend entspannenden und krampflösenden Effekt.
Ausserdem öffnen sich die Hautporen, so dass die
ätherischen
Öle schneller und tiefer in die Haut eindringen
können. Sie
eignen sich vor allem bei Beschwerden wie Rheuma, Arthritis,
Muskelkater, Krämpfen und Koliken, Menstruationsbeschwerden,
Zahn-
und Ohrenschmerzen, Halsweh und Bronchitis. Dafür wird eine Ölmischung mit etwas Honig in heissem Wasser gelöst, ein Handtuch getränkt und ausgedrückt und dann so warm wie möglich auf die zu behandelnde Stelle gelegt. Mit einem weiteren Handtuch abdecken, evtl. eine zusätzliche Wärmeflasche darauflegen. Die Kompresse wird abgenommen, sobald sie auf Körpertemperatur abgekühlt ist. Kalte Kompressen können wohltuend sein bei Kopfschmerzen, Schwellungen, Verstauchungen und Sonnenbrand oder als Wadenwickel bei Fieber. Die ätherischen Öle werden ins kalte Wasser gegeben, ein Handtuch tränken, auswringen und auf die zu behandelnde Stelle legen. Die Kompresse wird abgenommen, sobald sie sich auf Körpertemperatur erwärmt hat. Schwangere, Kinder und Herzkranke sollten sich vor einer Anwendung informieren, ob die verwendeten ätherischen Öle für sie geeignet sind. |
| Sauna | Ätherische Öle können die Wirkung der Sauna
unterstützen. Dafür können ca. 5 Tropfen eines
Einzelöls oder einer Mischung auf eine Kelle Wasser gegeben
werden, die Sie dann über die heissen Saunasteine giessen. Vorsicht: Giessen Sie niemals das ätherische Öl unverdünnt auf die Steine! Sie sind leicht entzündlich! |