Anis

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Pimpinella anisum, Anisum officinale, Anisum vulgare
Süsser Fenchel, Römischer Fenchel
Apiaceae (Umbelliferae), Doldenblütler

Anmerkung: Der Sternanis (Illicum verum) gehört zu einer anderen Familie, den Illiaceae.

 

Vorkommen
Beschreibung
Der Anis stammt aus dem Orient, aus Ägypten und Griechenland. Heute wird er vor allem in Indien und China, im Mittelmeerraum sowie in der ehemaligen UDSSR angbaut.
Anis ist eine einjährige Pflanzemit feinen Blättern und weissen Blüten. Sie kann bis zu 1 m hoch werden.
Duft
Duftnote
leicht, hell, spitz, würzig
Herznote
Duftintensität
Passende Öle
Mittel
Anisöl lässt sich gut mit Zimt, Neroli, Melisse, römischer Kamille und Bergamotte kombinieren.
Yang
Element
Wasser

 

Körperliche Wirkungen

Anis wirkt vor allem auf die Verdauungstrakt, denn es stärkt die Magenfunktionen und ist krampflösend. Daher eignet sich die Essenz hervorragend bei Blähungen, Bauchschmerzen und Koliken, speziell auch bei Kleinkindern. Bei Husten, Bronchitis und Katarrh wirkt sie schleimlösend.

Bei Frauen ist das Öl wegen seiner milchbildenden Eigenschaft in der Stillzeit und seiner Wirkung bei schmerzhaften oder ausbleibenden Regelblutungen bekannt.

Seelische Wirkungen

Anisöl hat eine entspannende Wirkung bei nervösen Zuständen und hilft bei Alpträumen.

Anwendungen


Bei Verspannungen und Magenkrämpfen kann mit 2 Tropfen Anisöl und 1 EL Jojobaöl ein entkrampfendes Massageöl hergestellt werden. Bei Bauchmassagen im Uhrzeigersinn massieren.

-Vier-Winde-Öl bei Blähungen und Magenkrämpfen

Vorsicht

Dieses Öl muss äusserst sparsam verwendet werden! Eine zu hohe Dosierung kann eine betäubende, rauschähnliche Wirkung hervorrufen, da es den Kreislauf verlangsamt und einschläfernd wirkt. Es kann zu Störungen im Gehirn führen. Das Öl sollte nur ab und zu angewendet werden und eignet sich auf keinen Fall für eine langfristige Anwendung.

Schwangere sollten Anisöl nicht benutzen!

Wissenswertes und Spezielles

Anis ist als Küchengewürz in Backwaren bekannt. Noch besser kennt man die kleinen wohlriechenden Samen als Bestandteile vieler Kräuterliköre und Aperitivs wie Pernod, Ouzo oder Raki. In der Industrie wird das Öl zur Herstellung von Hustenmitteln, Mundwässern und Zahnpasten verwendet. Gewonnen wird das Anisöl durch die Destillation der Früchte und Samen. In seiner Wirkung ähnelt es dem Öl des Fenchels. Es regt den Stoffwechsel an und wirkt schleim- und krampflösend.

In der Aromatherapie wird Anisöl nicht oft eingesetzt. Grund dafür ist sein hoher Kumarin-Anteil, welcher toxisch und schädigend wirkt, wenn das Öl langfristig angewendet wird. (siehe Vorsicht). Gelegentliche Anwendung in der Duftlame ist bedenkenlos. Die Konzentration in beispielsweise Bauchmassageölen ist ebenfalls nicht giftig.
 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006