Estragon

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Artemisia dracunculus
Beifuss, Dragon, Schlangenkraut
Asteraceae (Compositaea), Korbblütler

 

Vorkommen
Beschreibung
Estragon ist in Europa heimisch, wächst in Südrussland und Westasien. Er wird heute weltweit angebaut und ist in vielen Kräutergärten zu finden.
Estragon ist eine mehrjährige Pflanze mit weichen, schmalen Blättern und einem stark verästelten Stengel. Die Pflanze kann bis 1,20 m hoch werden und trägt Rispen mit kleinen, weissgrünen Blüten.
Duft
Duftnote
süsslich, anisartig, krautig-würzig, frisch
Kopfnote
Duftintensität
Passende Öle
Schwach
Estragonessenz mischt sich sehr gut mit Cistrose, Lavendel, Galbanum und Vanille, ebenso mit den frischen Düften von Eichenmoos, Kiefer und Basilikum.
Yang
Element
Feuer

 

Körperliche Wirkungen

Estragonöl kann anregend auf die Verdauung wirken, regt den Appetit an und lindert Blähungen durch seine krampflösende Eigenschaft. Es stärkt bei körperlichen Schwächezuständen, da ihm eine durchblutungsfördernde und erwärmende Wirkung nachgesagt wird.

Seelische Wirkungen

Die Essenz wirkt stärkend auf den Geist bei Ermüdung und Erschöpfung. Es fördert die seelische Regeneration.

Anwendungen

zur Anregung bei Müdigkeit und Erschöpfung kann man sich einen Badezusatz aus
4 Tropfen Estragon und 1/2 Becher Sahne herstellen

Vorsicht

Während der Schwangerschaft darf Estragonöl nicht benutzt werden!

Das Öl muss sehr sparsam verwendet werden, da es in zu hohen Dosierungen und bei langfristiger Anwendung giftig wirken kann.

Wissenswertes und Spezielles

Dem Namen des Estragons wird nachgesagt, dass er nach einem uralten Brauch als Gegenmittel nach Bissen von giftigen Tieren und wilden Hunden eingesetzt wurde. 

Von den Maharadschas in Indien wurde das Kraut als Heiltrank geschätzt. In Persien wurde es zur Appetitanregung genommen. 

Der Estragon wurde wahrscheinlich im 13. Jahrhundert durch die Einfälle der Mongolen zu uns gebracht. Heute kennt man das Kraut vor allem in der französischen Küche.

 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006