Römische Kamille

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Chamaemelum nobile, Anthemis nobilis
Gelbe Kamille, Badekamille, Gartenkamille, Welsche Kamille
Asteraceae (Compositae), Korblütler

 

Vorkommen
Beschreibung
Diese Kamillenart ist in ganz Süd- und Westeuropa zu Hause.
Diese mehrjährige Pflanze ist im Vergleich zu der Echten Kamille kleiner und wird nur etwa 25 cm hoch. Aus dem Wurzelstock wachsen sehr kurze Luftstengel und die Blütenstengel. Die Blätter sind gefiedert. Die weissen Korbblüten erinnern an Gänseblümchen. Sie sind grösser als die der Echten Kamille.
Duft
Duftnote
warm, süss, krautig-fruchtig, heuähnlich
Herznote
Duftintensität
Passende Öle
Mittel
Das Öl harmoniert gut mit Bergamotte, Muskatellersalbei, Eichenmoos, Jasmin, Cistrose, Neroli, Rose, Geranie und Lavendel.
Yin
Element
Wasser

 

Körperliche Wirkungen

Diese Kamillenöl wirkt gut bei Allergien, Infektionen und Schmerzen der Haut, Schleimhäute und Atemwege. Bei Schorf auf der Kopfhaut, Magenverstimmung, Blähungen, Koliken, Menstruationsbeschwerden, Muskelschmerzen sowie Rheuma ist das Öl sehr wohltuend. (siehe auch Echte Kamille)
Seelische Wirkungen
Die Essenz stimmt sanft und beruhigt angespannte Nerven. Ihre starke Weiblichkeit symbolisiert das Heilende und Mütterliche. Ein schönes Öl für die Geburtshilfe.

Anwendungen

Bei Erkältung, Entzündungen der Nasenneben- und Stirnöhlen sowie bei Bronchitis kann man eine Inhalation machen. Dazu gibt man 3 bis 5 Tropfen Römische Kamille in
2 l siedend heisses Wasser. Mit einem Handtuch über dem Kopf etwa 15 Minuten den heissen Dampf einatmen.

Für zappelige, unruhige Kinder (und auch Erwachsene) lässt man je 2 Tropfen Kamille und Neroli mit Wasser in der Duftlampe verdunsten. Eignet sich auch zur Schlafförderung.

Vorsicht

Bei sehr empfindlichen Personen kann das Öl eine Dermatitis verursachen. Um dies festzustellen, kann man über Nacht einen Tropfen der Essenz auf eine kleine Hautstelle auftragen.

Wissenswertes und Spezielles

Seit über zweitausend Jahren kennt man die Kamille in Europa als Heilpflanze. Bereits die Ägypter und die Mauren verwendeten. Bei den Sachsen zählte sie zu den neun heiligen Kräutern. Sie galt als "Pflanzenarzt" und wurde gepflanzt, um die Gesundheit der benachbarten Pflanzen zu stärken.

Das ätherische Öl der Römischen Kamille wird durch Dampfdestillation der Blütenköpfchen oder der ganzen Pflanze gewonnen. Die Flüssigkeit ist im Gegensatz zu der der Echten Kamille nur blassblau und wird im Laufe der Zeit gelb.

 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006