Muskat

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Myristica fragans
Muskatnuss,
Myristica officinalis, Myristica aromata,
Nux mascata
Myristicaceae, Myrthengewächse

 

Vorkommen
Beschreibung
Die Muskatnuss stammt von den Molukken. Kultiviert wird der Baum in Indonesien, Sri Lanka, auf den Westindischen Inseln und den Antillen.
Muskat wächst als immergrüner Baum, der bis zu 20 m hoch wird. Seine Rinde ist graubraun und glatt, das Laubwerk dicht. Aus den kleinen gelbweissen Blüten wachsen die Früchte bzw. Nüsse.
Duft
Duftnote
herb, süss, warm-würzig, "typisch Muskat"
Herznote
Duftintensität
Passende Öle
Mittel
Besonders zusammen mit Orangenöl entfaltet Muskat seinen wärmenden angenehmen Duft. Es mischt sich auch gut mit Eichenmoos, Lavendel, Lorbeer, Peru-Balsam, Geranie, Muskatellersalbei, Rosmarin, Limette, Petitgrain, Mandarine, Koriander und anderen Gewürzölen.
Yang
Element
Feuer

 

Körperliche Wirkungen

Muskatöl wirkt sehr stark anregend auf Körper und Geist. Bei körperlicher Erschöpfung stärkt es und stimuliert Herz und Kreislauf.

Dank seiner wärmenden Eigenschaft eignet es sich in Körperölen bei Rheuma, Muskelschmerzen, Muskelkater, Hexenschuss und mangelnder Durchblutung.

Seit Jahrhunderten wird die Muskatnuss als Küchengewürz genutzt. Man schätze schon früh ihre Wirkung auf den Verdauungstrakt, zB. bei Blähungen, Übelkeit, Durchfall, Darminfektionen und träger Verdauung. Muskatgeschmack in Gerichten wirkt appetit- und magensaftanregend.

Seelische Wirkungen

In richtiger (niedriger!) Dosierung bringt Muskatöl Entspannung und geistige Klarheit. Bei Erschöpfung, Lethargie, Apathie und Depressionen erdet es, stärkt und wärmt die Seele. Offenbar vermag die Essenz auch die Traumtätigkeit zu intensivieren.

Anwendungen

Muskatöl ist ein herrlicher Winterduft. Es wärmt den Körper und die Seele an grauen, kalten Tagen. In Weihnachtsmischungen ist es ein beliebter Zusatz.

Vorsicht

Dieses Öl ist toxisch bei Überdosierung!!! (bei Einnahme von 5 gr. = ca. 100 Tropfen wirkt es für Erwachsene tödlich!)
Schwangere und Kindern dürfen Muskatöl nicht benutzen!
Äusserlich ist das Öl sehr sparsam anzuwenden, sonst kann es zu Übelkeit, Benommenheit und Herzrasen führen.
Nicht langfristig verwenden!

Wissenswertes und Spezielles

Muskatöl weist einen hohen Anteil von Myristin auf, welches rauschähnliche Zustände hervorrufen kann.

Das ätherische Öl gewinnt man durch Wasser- und Dampfdestillation aus der getrockneten, wurmzerfressenen Muskatnuss. (Die Würmer fressen alle Stärke- und Fettanteile ab.) In so gewonnenem Öl findet man einen Myristinanteil bis 15 %.

Durch die Destillation des getrockneten,orangebraunen Samenmantels (Muskatblüte) gewinnt man das sogenannte "Macisöl". Es wird im Handel weniger oft angeboten, duftet feiner und enthält weniger Myristin.

 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006