Muskatellersalbei

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Salvia sclarea
Scharlachsalbei
Lamiaceae (Labiatae), Lippenblütler

 

Vorkommen
Beschreibung
Muskatellersalbei wächst in Südeuropa und in England wild. Kultiviert findet man ihn weltweit, vor allem in Russland, Frankreich, Marokko, den USA und in England wird er angebaut, um daraus ätherisches Öl zu gewinnen.
Diese robuste, zwei- oder mehrjährige Pflanze kann bis 1 m hoch werden. Sie hat grosse, beharrte, grüne Blätter (mit leichtem Purpur-Stich) und kleine blaue Blüten.
Duft
Duftnote
süss-würzig, Heu-artig, krautig, nussartig mit leicht blumiger Note
Herznote
Duftintensität
Passende Öle
Mittel
Dieses Öl mischt sich gut mit Lavendel, Koriander, Kardamom, Geranie, Cistrose, Jasmin, Sandelholz, Zedernholz, Kiefer, Weihrauch, Bergamotte und anderen Zitrusölen.
Yin
Element
Vereint die Elemente Luft, Wasser und Erde in sich.

 

Körperliche Wirkungen

Für Frauen ist dieses Öl speziell spannend. Ihm wird eine menstruationsfördernde Wirkung nachgesagt, weshalb es bei ausbleibender, verspäteter und schmerzhaft krampfartiger Menstruationsblutung angewendet werden kann. Es tonisiert die Uterusmuskulatur. Bei der Geburt kann es hilfreich sein, um die Wehentätigkeit zu unterstützen und den Vorgang des "Sich-Öffnens" zu erleichtern, auf körperlicher sowie geistiger Ebene.

Das Öl des Muskatellersalbei besitzt Inhaltsstoffe, welche östrogenähnliche Strukturen aufweisen. Die Hirnanhangdrüse (Hypophyse) wird stimuliert und schüttet Hormone aus (u.a. Östrogene). Für Frauen im Klimakterium, welche unter Reizbarkeit und Hitzewallungen leiden, kann die Essenz sehr hilfreich sein.

Im Weiteren findet Muskatellersalbeiöl in der Hautflege Anwendung, da es u.a. adstringierend, antiseptisch, narbenbildend und talgregulierend wirkt. Bei Akne, fettiger Haut und fettigem Haar, Hautenzündungen, Schuppen und narbigem Gewebe verwendet man es gerne.

Auf den Verdauungstrakt wirkt es tonisierend und entkrampfend, was besonders bei Blähungen und Magen- und Darmkrämpfen erleichternd ist.

Im Bereich der Atemwegserkrankungen verwendet man es bei Infektionen des Halses, Keuchhusten und Asthma. Muskatellersalbei wird auch bei Bluthochdruck und Muskelschmerzen empfohlen.

Seelische Wirkungen

Der Duft von Muskatellersalbei ist etwas gewöhnungsbedürftig, oft stösst er Anfangs auf Ablehnung oder er verwirrt. Wenn man sich aber erst mal damit angefreundet hat , ist er äusserst wohltuend. Er ist beruhigend und entspannend und kann ein intensives Gefühl der Erdung und Zentrierung auslösen.

Das Öl hilft bei Konzentrationsmangel, mentalen Blockaden und "Engstirnigkeit". Der Geist öffnet sich, der Weg zum Unterbewusstsein wird frei und man wird ermutigt, neue Wege zu gehen, bis an seine Grenzen zu kommen und diese auch zu überschreiten. (Das ist ja vor allem für gebärende Frauen ein Thema.)

Der Duft kann Angstblockaden lösen und bei Schwellenängsten, Phobien und emotionale Spannungszuständen Klarheit schaffen. Es ist ein guter Duft für Menschen mit Depressionen, oder solche, die oft traurig und melancholisch sind.

Muskatellersalbei kann euphorische Gefühle auslösen und schöne Träume bewirken. Er eignet sich gut für geführte Traumreisen, Trancen und Hypnosetherapie.

Anwendungen

Für eine Menstruationskompresse kann man  3 Tropfen Muskatellersalbei und 3 Tropfen Majoran mit heissem Wasser mischen, ein Handtuch damit tränken, gut auswringen und auf den Bauch legen.

Vorsicht

Schwangere sollten dieses Öl meiden (wehenfördernd!)!
Muskatellersalbei muss stets sparsam dosiert werden, in grösserer Konzentration wirkt es leicht halluzinogen.
Nicht in Verbindung mit Alkohol verwenden, da sonst die einschläfernde Wirkung verstärkt wird!

Wissenswertes und Spezielles

Das ätherische Öl des Muskatellersalbei wird durch Dampfdestillation aus den blühenden Sprossspitzen und den Blättern gewonnen.
 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006