Narde

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Nardostachys jatamansi
Indische Narde,
falscher Indischer Baldrian
Valerianaceae,
Baldriangewächse

 

Vorkommen
Beschreibung
Die Narde stammt aus den Gebirgsregionen Nordindiens. Sie wächst in einer Höhe von 3500 bis 5500 Metern in den Hängen des Himalaya.
Heute ist sie auch in Japan und China heimisch.
Die grünlichen Blüten der Narde spriessen direkt aus dem Wurzelstock, die aromatischen, lanzettförmigen Blätter wachsen an einem eigenen Trieb. Die zarte Pflanze kann bis zu 1 m hoch werden.
Duft
Duftnote
warm, erdig, torfig bitter-süss, herb, holzig, erinnert ein bisschen an Baldrian
Fussnote
Duftintensität
Passende Öle
Stark
Der Duft der Narde mischt sich gut mit Eichenmoos, Patchouli, Kiefer, Cistrose, Vetiver und Gewürzölen.
Yang
Element
Erde

 

Körperliche Wirkungen

Narde wirkt sehr ausgleichend auf die Haut und das Nervensystem.
Aufgrund seiner entzündungshemmenden und bakteriziden Eigenschaften verwendet man es in der Hautpflege zur Wundheilung, ebenso zur Narbenpflege und zur Pflege von reifer, alternder Haut. Offenbar wurden auch bei Dermatitis und Schuppenflechte gute Erfahrungen gemacht.
Auf Gehirn, Herz und Nerven hat es einen regulierenden Einfluss, was man sich bei Schlafstörungen, nervöser Unruhe, Herzjagen und Herzrhythmus-Störungen, Stress und Nervosität zunutze macht.

Seelische Wirkungen

Narde ist ein äusserst "erdender" Duft. Er führt nach innen und gleicht aus, beseitiget tiefsitzende Ängste und flösst Frieden ein. Menschen, die nach (spiritueller) Sicherheit suchen, flösst der Duft Hoffnung ein, er schenkt Vertrauen in den eigenen Weg.

Anwendungen

Narde ist ein schöner Duft für eine Meditation oder Tiefenentspannung. Dafür können wenige Tropfen in einer Duftlampe in Wasser verdunstet werden. Der Duft ist sehr speziell, eventuell muss er mit Jojobaöl verdünnt werden, damit er nicht zu intensiv erscheint.

Narbenbehandlung

Wissenswertes und Spezielles

Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus der getrockneten, zerkleinerten Wurzel der Narde gewonnen.

Narde gehört zu den ältesten Aromatika. Sie taucht sogar im Johannesevangelium auf. Im Hohelied Salomos wird Jesus von Maria vor dem letzten Abendmahl gesalbt: "Da nahm Maria ein Pfund Salbe von unverfälschter, köstlicher Narde und salbte Jesus die Füsse und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus war erfüllt vom Duft des Öles." (Johannes 12,3)

Im römischen Reich und auch bei den Griechen wurde das Duftöl in kosmetischen Verjüngungsrezepturen eingesetzt.
 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006
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