Patschuli

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Pogostemon cablin
Patchouli,
Pogostemon patchouli
Lamiaceae,
Lippenblütler

 

Vorkommen
Beschreibung
Patschuli ist im tropischen Asien zuhause. Es wächst in Indonesien, China, den Philippinen, Malaysia und Madagaskar.
Dieser mehrjährige, buschige Strauch kann bis zu 1 m hoch werden. Er hat einen kräftigen, behaarten Stamm, pelzige, weiche und duftende Blätter sowie Ähren mit weissen Blüten mit feinem Purpurstich. Er wächst in Höhen von 900 bis
1800 m.ü.M.
Duft
Duftnote
Erdig, modrig-süss, muffig, holzig, waldig
Fussnote
Duftintensität
Passende Öle
Stark
Der Patschuli-Duft verträgt sich gut mit Zedernholz, Sandelholz, Cistrose, Vetiver, Lavendel, Rose, Neroli, Bergamotte, Myrrhe und orientalischen Duftnoten.
Yang
Element
Erde

 

Körperliche Wirkungen

Patschuli hat eine ausgesprochen hohe entzündungshemmende, pilztötende, antiseptische und antivirale Eigenschaft, es wirkt hautpflegend , regenerierend und wundheilend. Man wendet es an bei Akne, Eiterflechten, Herpes, Fusspilz und zur Pflege von rissiger, reifer, entzündeter und wunder Haut.
Durch die adstringierende und tonisierende Wirkung wird es auch als venenstärkendes Mittel bei Krampfadern und Hämorrhoiden eingesetzt.
Auf das Immunsystem hat es einen stärkenden Effekt, vor allem wenn eine Anfälligkeit durch Überarbeitung und Erschöpfung vorliegt.
 

Seelische Wirkungen

Auf der energetischen Ebene "erdet" dieses Öl Menschen, die unter einem mangelnden Urvertrauen leiden und/oder den Kontakt zu sich selber und dem Boden unter den Füssen verloren haben. Patschuli schenkt dem überaktiven Geist Ruhe und vermittelt die Kraft, eigene Wege zu gehen mit dem Vertrauen dabei sicher und aufgehoben zu sein.

Anwendungen

Bei Kraftlosigkeit und Erschöpfung kann man einen Tropfen auf ein Papier-Taschentuch geben, oder in der Hand verreiben, und ihn dann tief einatmen.

(Der Duft ist nicht jedermans Sache... er riecht ein wenig modrig und gruftig und auch sehr intensiv. Evtl. muss er verdünnt werden, um ihn richtig zu geniessen. )


Wissenswertes und Spezielles

Im 19. Jahrhundert wurden indische Stoffe und Schals mit Patschuli parfümiert. Man hielt dies u.a. für ein Vorbeugungsmittel vor verschiedenen Krankheiten.
Französische Tuchhersteller mussten dann ihre Imitationen dieser Stoffe ebenfalls mit diesem Öl aromatisieren, um sie überhaupt verkaufen zu können... Die Nase entschied offenbar auch bei den Geschäften. :-)

Patschuli verwendet man heute als Fixativ in Seifen und Parfuns.

Das ätherische Öl gewinnt man durch Dempfdestillation aus den getrockneten, meist fermentierten Blättern.
 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006

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