Pfefferminze

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Mentha piperita
Englische Minze, Katzenkraut, Hausminze, Teeminze
Lamiaceae (Labiatae), Lippenblütler

 

Vorkommen
Beschreibung
Die Pfefferminze ist urprünglich eine Zuchtkreuzung zwischen Rossminze (Mentha viridis) und Bachminze (Mentha aquativa). Sie wird weltweit angebaut.
Diese mehrjährige Pflanze kann bis zu 1 m hoch werden. Durch unterirdische Ausläufer wird eine rasche Verbreitung gewährleistet. Die "weisse" Pfefferminze hat grüne Stengel und Blätter, die "schwarze" Pfefferminze hat dunkelgrüne, gezahnte Blätter, purpurgrüne Stengel und rötlichviolette Blüten.
Duft
Duftnote
Frisch, grasig-minzig, mentholig, stechend
Kopfnote
Duftintensität
Passende Öle
Stark
Pfefferminze verträgt sich sehr gut mit Benzoe, Rosmarin, Lavendel, Majoran, Zitrone, Eukalyptus und anderen Minzölen.
Yang
Element
Luft

 

Körperliche Wirkungen

Die Einsatzmöglichkeiten dieses Öls sind sehr vielseitig.

In der Hautpflege findet es Anwendung als Hautreinigung bei Akne, fetter und unreiner Haut, Pickeln und Mitessern, da es antiseptischund entzündungshemmend wirkt. Bei Hautentzündungen (Dermatitis) und Juckreiz stellt es ein gutes Hauttonikum dar.

Bei Erkrankungen der Atemwege wie Asthma, Bronchitis, Krampfhusten und Sinusitis wirkt es erleichernd dank seiner schleimlösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften. Bei Grippe, Erkältungen und Fieber wird es wegen seiner zusätzlich fiebersenkenen und schweisstreibenden Eigenschaften angewendet.

Im Verdauungstrakt wirkt das Öl magenstärkend, entkrampfend und windtreibend, weshalb man es gerne bei Blähungen, Koliken, Übelkeit, Reisekrankheit, Erbrechen und Durchfall verwendet. Auf Galle und Leber wirkt es entgiftend.

Bei Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Ohnmacht und nervöser Spannung verschafft Pfefferminze Erleichterung.

Dank seiner menstruationfördernden Eigenschaften wird es bei schwacher oder schmerzhafter Regelblutung eingesetzt.

 

Seelische Wirkungen

Pfefferminze wirkt stimulierend auf das Nervensystem. Man verwendet es bei mentaler Erschöpfung, Konzentrationsmangel, Entschlusslosigkeit und Gedächtisschwäche. Der Geist wird klar und wach.

Wer zu übermässiger Nervosität neigt, sollte Minzduft eher meiden.

Anwendungen

Bei Kopfschmerzen können 1-2 Tropfen unverdünntes Öl auf die Stirn und Schläfen
aufgetragen werden. (wirkt angenehm kühlend und erleichternd)
Bei Schwindel, Schwäche und Ohnmachtsgefühl können einige Tropfen Pfefferminzöl auf einen Taschentuch geträufelt werden. Tief inhalieren, schon fühlt man sich wieder frisch und gestärkt.

Pfefferminzöl vertreibt sehr wirksam Insekten. Dazu kann man es mit Eukalyptusöl kombinieren.

Vorsicht

Schwangere, Kinder und Menschen, welche unter Heuschnupfen leiden sollten dieses Öl nicht benutzen!
Bei homöopathischer Behandlung beeinträchtigt es die Wirkung !
In der Duftlampe darf das Öl nur sehr gering dosiert werden, da es sonst zu Schwindel führt.
Pfefferminzöl ist hautreizend und aggressiv, in Bade- oder Körperölen darf es nur sehr vorsichtig dosiert werden!

Wissenswertes und Spezielles

Seit der Antike wurde Minze in China und Japan angebaut. In ägyptischen Grabkammern aus der Ziet um 1000 v. Chr. wurden Spuren einer Pfefferminzart gefunden.

Das ätherische Öl der Pfefferminze wird durch Dampfdestillation der blühenden Pflanze gewonnen. Die besten Qualitäten des Pfefferminzöls kommen aus England, dort wird es "Mitcham-Öl" genannt.

 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006