Rosmarin

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Rosmarinus officinalis
Anthoskraut, Brautkraut
Lamiaceae (Labiatae)
Lippenblütler

 

Vorkommen
Beschreibung
Rosmarin stammt aus dem Mittelmeerraum, er wächst auch bei uns an sonnigen Plätzen.
Der Rosmarin ist ein 80-100cm, immergrüner, mehrjähriger Strauch mit silbergrünen, nadelartigen und ledrigen Blättern. Seine Blüten sind klein, blassblau und röhrenförmig.
Duft
Duftnote
frisch, kamfrig-krautig, feurig, belebend, holzig-balsamisch
Kopfnote
Duftintensität
Passende Öle
Mittel
Rosmarin mischt sich gut mit Lavendel, Bergamotte, Basilikum, Minzen, Zirbelkiefer, Zedernholz und Wacholder.
Yang
Element
Feuer auf den Körper
Luft auf den Geist

 

Körperliche Wirkungen

Rosmarin ist eines der kräftigendsten Öle, es belebt Körper und Geist und erzeugt Wärme.
Auf Herz und Kreislauf wirkt es durchblutungsfördernd, es ist daher nützlich bei Herzschwäche, niedrigem Blutdruck und kalten Händen und Füssen.
Es födert den  Abbau von Lymphstauungen und Ödemen, regt den Verdauungstrakt, speziell die Leber, an und erleichtert das Atmen bei Erkältungskrankheiten.
Durch seinen erwärmenden und schmerzlindernden Effekt wird es gerne in Sportölen verwendet, da es steife und verkrampfte Muskeln entspannt. Als Einreibemittelbei Rheuma und Gicht hat es sich ebenfalls bewährt.

Seelische Wirkungen

Auf geschwächte Menschen mit geringem Selbstwertgefühl  hat Rosmarinduft einen belebenden Effekt. Er stärkt  die "Ich-Kräfte", führt zu einem gesunden Willen und zu Durchsetzungskraft zurück. Man kan sich wieder für etwas "erwärmen".
Bei geistiger Erschöpfung, Konzentrationsmangel, Gedächtnisschwäche und Mangel an Antriebskraft gibt Rosmarinöl einen neuen, frischen "Kick".

Anwendungen

Einige Tropfen Rosmarinöl in Wasser in einer Duftlampe verdunstet gibt einen klaren Kopf zurück.

3-4 Tropfen Rosmarinöl auf einen EL Sesamöl ergeben ein gutes Öl, um die Muskulatur vor dem Sport anzuwärmen.

Vorsicht

Bei Bluthockdruck darf dieses Öl nicht verwendet werden, da es die Durchblutung und Herzfrequenz noch mehr erhöht!

In den ersten 5 Schwangerschaftsmonaten sollte auf das Öl verzichtet werden, es sei denn eine Fachperson empfielt es Ihnen.
Auch in der Stillzeit und bei Kindern unter 2 Jahren wird  von einer Anwendung abgeraten.

Bei Epilepsie ist Rosmarinöl ebenfalls nicht angezeigt.

Es wird empfohlen das Öl nicht in einer Verdünnung über 2% anzuwenden, da es sonst bei empfindlichen Personen zu Hautreizungen führen könnte.

Wissenswertes und Spezielles

Der Name Rosmarin entstammt dem lateinischen "ros marinus" und bedeutet
"Tau des Meeres"

Schon die Ägypter verwendeten Rosmarin, sie verbrannten die Zweige bei rituellen Räucherungen oder legten sie in die Gräber der Pharaonen, damit sich diese an ihr früheres Leben erinnern konnten.

Um das Erinnern ging es auch den alten Griechen und Römern. Sie verehrten den Rosmarin als Symbol für Loyalität, Gedächtnis, Tod und schulisches Lernen.
Der Name Brautkraut ist auf die Tradition zurückzuführen, dass als Zeichen des Vertrauens und der Beständigkeit Haarkränze und Girlanden aus Rosmarin gefertigt wurden, wenn feierliche Gelübde abzulegen waren.
Auch bei Beerdigungen verbrannte man Rosmarin, um die Toten zu ehren.

Im Mittelalter versprach man sich mit Rosmarinräucherungen Schutz vor bösen Geistern, Magie und der Pest.
 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006

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