Teebaum

Teebaumöl soll ab Juli 2006 verboten werden! Mehr dazu hier.

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Melaleuca alternifolia
Tea-Tree, Ti-Baum,
Paper Bark Tree
Myrtaceae,
Myrtengewächse

 

Vorkommen
Beschreibung
Der Teebaum stammt aus Australien und wächst vor allem im Bezirk New South Wales, wo es wegen Flussüber-
schwemmungen sumpfig ist.
Der Baum kann bis 7 m hoch werden und weist linearische, weiche, wechselständige, leuchtend grüne Blätter auf (nadelähnlich wie die der Zypresse). Seine Rinde ist papierähnlich und seine Blüten sind ährenartig angeordnet und weiss, gelblich oder purpur.
Duft
Duftnote
frisch, krautig, würzig-kampfrig, medizinisch, eukalyptsartig
Kopfnote
Duftintensität
Passende Öle
Schwach
Dieser spezielle Duft verträgt sich gut mit Zitrusdüften, Lemongras, Lavendel, Rosmarin, Zirbelkiefer und Eichenmoos.
Yang
Element
Luft

 

Körperliche Wirkungen

Teebaumöl hat eine 4-5 mal stärkere keimtötende Wirkung als handelsübliche Desinfektionsmittel! Es wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilze und ist gleichzeitig sehr hautverträglich. Es stärkt das Immunsystem und schützt ausgezeichnet vor Ansteckungskrankheiten.
Seine Anwendungspektrum ist beachtlich: Erkältungen, Grippe, Husten, Katarrh, Nebenhöhlenentzündungen, Hals- und Ohrenschmerzen, Harnwegs- und Darminfektionen, Schleimhautentzündungen wie des Zahnfleisches, der Mundschleimhaut (Aphten),  oder auch der Vagina (Vaginalpilz und Ausfluss).
In der Hautpflege wurden ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. Man verwendet es bei fettiger, unreiner Haut mit Pickeln, Akne, Hautpilz, Fusspilz, bei Fieberbläschen, Warzen, bei Juckreiz, Insektenstichen, Schuppen und Schuppenflechte.

ACHTUNG: Obwohl man Teebaumöl bei so vielfältigen Beschwerden einsetzen kann, ist bei ernsthaften Beschwerden ist ein Besuch bei Ihrer(m) Hausärztin/-arzt unumgänglich!
Teebaumöl wirkt ausgezeichnet und unterstützend bei leichten Beschwerden, sollten sie jedoch von längerer Dauer sein und an Schwere zunehmen, sollten Sie sich von einer Fachperson untersuchen lassen!


Seelische Wirkungen

Auf den Geist wirkt Teebaumöl stärkend. Es hilft bei mentaler Erschöpfung, Lethargie und Nervenschwäche. Es spendet Mut und verbessert die Widerstandskraft von Körper und Geist. Für anfällige Menschen, die sich wenig zutrauen, oft negativ denken und deshalb auch oft krank sind, kann dieser Duft ein Mutmacher sein, der Zuversicht und Stärke aufbaut.


Anwendungen


Einige Beispiele:

Auf Insektenstiche, Warzen, Pickel und Fieberbläschen kann man mit einem Wattestäbchen einen Tropfen Teebaumöl pur auftragen. Auch bei Fuss- und Nagelpilz kann man die betroffenen Stellen 2 mal täglich mit dem reinen Öl einreiben.

Zur Desinfektion von Räumen z.B. bei Infekten lässt man Teebaumöl in Wasserin der Duftlampe verdunsten. Hier dürfen es je nach Raumgrösse 10-15 Tropfen sein.

Zum Inhalieren bei Erkältungskrankheiten gibt man 2 bis 4 Tropfen Teebaumöl mit 1Esslöffel Honig  in ca 1/2 Liter Wasser, mit einem Handtuch über dem Kopf
5-10 Minuten lang den Dampf tief einatmen.

Vorsicht

Teebaumöl ist im allgemeinen sehr gut hautverträglich, trotzdem können sehr empfindliche Personen mit Hautreizungen reagieren.
Auch sollte das Öl nicht über einen zu langen Zeitraum äusserlich angewendet werden, die Haut kann sonst austrocknen.

Achten Sie beim Kauf auf eine gute Qualität des Öls, bei guten Ölen liegt der Gehalt an hautreizendem Cineol bei weniger als 4%. Hochwertige Öle dürfen punktuell auch unverdünnt auf die Haut aufgetragen werden.

Achten sie auch auf die Bezeichnung: es gibt über 300 Melaleuca-Arten, nur Melaleuca alternifolia ist das "echte" Teebaumöl.
Es wird auch oft mit Niaouli- und Cajeputöl verwechselt, da die Öle mit dem Teebaumöl verwandt sind.

Wissenswertes und Spezielles

Teebaumöl soll ab Juli 2006 verboten werden! Lesen Sie mehr dazu hier.

Der Name Melaleuca leitet sich von den giechischen Worten "melas" (schwarz) und "leukos" (weiss) ab. Damit beziehen sie sich auf den Kontrast zwischen, den dunkelgrünen, oft schwarz erscheinenden Blättern und der papierdünnen, weissen Rinde.

Die Aborigines stellten aus der Papierrinde Messerscheiden her. Die scharf riechenden Blätter wurden in heissem Wasser eingeweicht, der Sud wurde bei Erkältungen, Husten und Kopfschmerzen eingenommen. Manche pflückten die Blätter einfach vom Baum und kauten sie.

Das Wissen um die Heilkraft der Teebaumblätter wurde bei uns verbreitet, als die ersten Siedler nach Australien kamen und Schiffe die Blätter als Tee in andere Erdteile brachten.

Teebaumöl ist eines der am längsten und intensivsten erforschten ätherischen Öle. Es gibt eine Fülle von Informationen dazu, zB. in Büchern oder auch im Internet.
 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006

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