weisser und roter 

Thymian

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Thymus vulgalris

Weisser Thymian:
Typ Linalool


Roter Thymian :
Typ Thymol
Gartenthymian, Feldthymian, Römischer oder Welscher Quendel, Immenkraut, Suppenkraut
Lamiaceae (Labiatae),
Lippenblütler

 

Vorkommen
Beschreibung
Thymian stammt aus dem Mittelmeerraum, heute ist er u.a. als Gartenpflanze in gemässigten Klimazonen der ganzen Welt verbreitet. 
Der Thymian ist ein 10 bis 45 cm hoher Halbstrauch mit einer holzigen Wurzel, spitz zulaufenden, graugrünen, duftenden  Blättern und  kleinen weissen bis blasspurpurnen Blüten.
Duft
Duftnote
scharf, würzig, kräuterartig
Je nach Chemotyp duftet Thymianöl verschieden:
Typ Linalool duftet mild, zitronig, frisch
TypThymol duftet schärfer, würziger
Kopfnote
Duftintensität
Passende Öle
Stark
Zu diesem Duft passt Bergamotte, Zitrone, Jasmin, Ylang-Ylang, Benzoe, Honig, Sandelholz, Orange, Melisse, Lavendel und Majoran.
Yang
Element
Feuer und Luft

 

Körperliche Wirkungen

Typ Linalool: wirkt mild auf die Haut und die Schleimhäute und eignet sich zur Unterstützung des Immunsystems besonders bei Kindern. Man benutzt es bei Erkältungskrankheiten wie Husten, Halsweh, Bronchitis, Stirn- und Nebenhöhlenkatarrh, Ohrenschmerzen und auch als krampflösendes Hilfsmittel bei Infektionen der Harnwege. Es eignet sich auch für die Hautpflege bei wunder Haut, zur Hautklärung bei fettiger Haut und Akne und zur allgemeinen Wundheilung.

Typ Thymol: wirkt sehr stark antibakteriell, antimykotisch (gegen Pilze), antiseptisch und entzündungshemmend. Es eignet sich zur Behandlung der verschiedensten Infektionen. Da es gleichzeitig auch wärmend, krampf- und schleimlösend ist, kommt es bei Kälte-Krankheiten wie Erkältungen mit schleimhaltigem Husten, Bronchitis, Grippe, Katarrhen, Muskelschmerzen und rheumatischen Schmerzen zum Einsatz. Bei allgemeiner Schwäche wirkt es aufbauend und unterstützt das Immunsystem.
Auf den Verdauungstrakt wirkt es appetitanregend, verdauungsfördernd und krampflösend. Auch bei Blasenentzündungen wirkt es spasmolytisch und lindert den Schmerz.
Typ Thymol muss mit grosser Umsicht verwendet werden und sollte nur von einer Fachperson gebraucht werden. Als Laie kann man aber sehr gut auf den milderen Linalool-Typ ausweichen.


Seelische Wirkungen

Thymianduft wirkt auch sehr stärkend auf den Geist. Er fördert die Konzentration und spendet bei nervöser Erschöpfung neue Energie. Melancholischen Menschen, die sich in sich selbst zurückziehen und oft mutlos sind öffnet er den Brustkorb, der Atem kann wieder fliessen und gibt damit auch dem Lebensmut und dem Selbstbewusstsein neuen Raum. Man kann sich wieder aufrichten und gestärkt seinen Weg gehen.


Anwendungen

Benutzen Sie für die Anwendungen den milden Thymian CT Linool:

Nachts der Duftlampe verdunstet helfen 2 Tropfen Thymian einem erkälteten Kind (natürlich auch Erwachsenen) beim erholsamen Schlaf.

Bei Atemwegsinfektionen bewährt sich eine Dampfinhalation mit 1 bis 2 Tropfen Thymian in 1EL Honig, aufgelöst in 1/2 Liter Wasser.

Vorsicht

Thymianöl (Typ Thymol) ist stark hautreizend!
Es darf nur sehr stark verdünnt äusserlich angewendet werden, achten Sie bitte auf die richtige Dosierung!
Am besten verwenden sie den milden Typ Linalool.

Bei Anwendungen bei Kleinkindern (unter 2 Jahren) sollte man eine Fachperson fragen.

Schwangere und Menschen mit Epilepsie sollten auf Thymianöl verzichten.

Auch Personen mit Bluthochdruck sollten mit dem Umgang vorsichtig sein, denn Thymian wirkt durchblutungsfördernd und regt den Blutdruck an.

Wissenswertes und Spezielles

Die Wurzeln des Thymian reichen weit zurück. Schon die Ägypter, die ihn "tham" nannten, benutzten ihn beim Einbalsamieren.
Die Griechen sollen ihn als Beigabe zu Speisen verwendet haben, ebenso wussten sie um seine luftdesinfizierende Eigenschaft und verhinderten damit die Ausbreitung von Krankheiten.
Das griechische Wort "thymon" bedeutet "ausräuchern"; daher könnte der Thymian seinen Namen haben.
Andere Quellen meinen, er entstamme dem Wort "thumon", was "Mut" bedeutet; auf der seelischen Ebene hat dies sehr wohl seine Berechtigung, wie wir heute wissen. Römische Soldaten haben angeblich im Thymian gebadet, bevor sie in die Schlacht zogen.
Auch im Mittelalter wurden offenbar den Rittern Thymianzweige in die Kopfbedeckung gewoben, ehe sie sich auf einen Kreuzzug machten.
 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006

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