Wacholder

Lateinischer Name
Weitere Namen
Familie
Juniperus communis
Heidewacholder,
Lebensbaum, Feuerbaum, Krammetbeere, Weihrauchbaum
Cupressaceae,
Zypressengewächse

 

Vorkommen
Beschreibung
Der Wacholder ist auf der Nordhalbkugel zu Hause, v.a. auf Heide- und Moorland, an Berghängen und in Nadelwäldern fühlt er sich wohl.
Wacholder ist ein stacheliger, immergrüner, mehrjähriger Strauch oder kleiner Baum, der  6-12m hoch werden kann. Er trägt blaugrüne, nadelähnliche Blätter, grünlich-gelbe Blüten und kleine Beeren, die im ersten Jahr grün und im zweiten und dritten Jahr schwarz sind.
Duft
Duftnote
frisch, würzig, grün, holzig-balsamisch, aromatisch, kiefernartig
Kopfnote
Duftintensität
Passende Öle
Mittel
Der Duft mischt sich gut mit Zypresse, Muskatellersalbei, Kiefer, Lavendel, Rosmarin, Geranie und Zitrusölen.
Yang
Element
Verbindet Feuer und Wasser

 

Körperliche Wirkungen

Der Wacholder wirkt auf den ganzen Körper stark reinigend und kräftigend. Seine harntreibende und lymphflussanregende Eigenschaft hilft bei Ödemen, schweren Beinen, Harnwegsentzündungen und auch bei Cellulite.
Er hat einen antiseptischen, krampflösenden und stark wärmenden Einfluss auf den Organismus, deswegen verwendet man ihn bei Rheuma, Gicht, Hexenschuss, Kreuzschmerzen, kalten Händen und Füssen und bei ausbleibender oder schmerzhafter Menstruation.
Bei niederigem Blutdruck kann er ebenso zum Einsatz kommen wie bei verschleimten Atemwegen und Verdauungsstörungen, wenn stärkende und anregende Kräfte nötig sind.
In der Hautpflege wirkt Wacholder adstringierend und entgiftend. Er eignet sich dehalb zur Hautreinigung, bei Entzündungen, Wunden, Akne, fettiger Haut und Ekzemen.

Seelische Wirkungen

Schon seit langem sagt man dem Wacholder nach, er vertreibe "böse Geister". Tatsächlich reinigt der Duft die Atmosphäre von negativen Schwingungen und schlechten Einflüssen. Er löst seelische Blockaden und stärkt die Willenskraft. Menschen, die sich überlastet, alleingelassen, nicht unterstützt und verstanden fühlen, kann dieser Duft helfen, wieder Klarheit zu finden, Entschlossenheit herzustellen  und die Geisteskraft und Konzentration wieder zu erlangen.
Wacholder reinigt die Aura von festgesetztem Ballast, er vertreibt Stagnation und macht Platz für neue, geistige Bewegung.

Anwendungen

In der Duftlampe kann man 4 Tropfen Wacholder und 2 Tropfen Zimt in Wasser verdunsten lassen. Diese Mischung kann helfen, wenn man müde und erschöpft ist und es einen ständig friert.

Bei unreiner Haut und Akne kann man mit einigen Tropfen Wacholder und heissem Wasser ein klärendes Gesichtsdampfbad machen.

Vorsicht

Schwangere dürfen Wacholderöl nicht anwenden!!!

Wissenswertes und Spezielles

Schon an prähistorischen Lagerplätzen wurden Überreste von Wacholderbeeren gefunden. Man nimmt an, dass die aromatische, antiseptisch wirkende Pflanze früher zu religiösen Zwecken verbrannt wurde und auch, um vor Epidemien und Krankheiten zu schützen.

Die berühmte Klosterfrau Hildegard von Bingen empfahl ein heisses Bad mit den zerstossenen Wacholderbeeren bei Infektionen der Atemwege.

Im 19. Jahrhundert verbrannte man die Beeren in französichen Krankenhäusern, um die Ausbreitung der Pocken einzudämmen.
Der französische Name für Wacholder "genièvre" ergibt sich wahrscheinlich aus den keltischen Worten "gen" (kleiner Busch) und "brus" (heiss und bitter).
Vom Wort "gen" stammt auch der Name vom Wacholderschnaps "Gin".

Das ätherische Öl gewinnt man durch die Wasserdampfdestillation der schwarzen, reifen Beeren. Für 1kg Öl muss man 200 kg Beeren verarbeiten.
 

© by Alexandra Schmid-Werren, 2006