| Die Vier Ebenen | |
|
Nach der psychologischen Theorie des Tarot kann man sich auf vier Ebenen mit den Elementen befassen. Einfach erklärt am Bau eines Hauses:
Als Schweizer bin ich mit dem Jassen aufgewachsen und verwende deshalb lieber Dame und Bube statt Königin und Page, wie sie im Tarot original heissen. Beim Jassen abwechselnd mit französischen und deutschen Karten fragte ich mich immer, warum die französischen Karten Bube, Dame, König und die deutschen Karten Bube, Ober, König haben. Der Grund ist einfach: die modernen Spielkarten stammen aus dem Tarot ab, und als sich vor etwa hundert Jahren Spiele mit nur drei Hofkarten einbürgerten, wurde in Frankreich der Ritter (Ober) und in Deutschland die Dame weggelassen. Im Englischen Sprachraum wurde dafür noch eine der benannten Bildkarten für das Poker-Spiel beibehalten: der Narr (Joker). Und wie man im Tarot sagt, der Narr enthalte die ganze Weisheit aller Karten, so kann im Poker der Joker für jede beliebige Karte stehen. Hier sind nun alle vier Ebenen beschrieben. Zusammen mit den vier Elementen ergeben sich daraus sechzehn Hofkarten. |
|
![]() |
Könige sind
Würdenträger und verkörpern das Wollen. Sie stehen für Anbetung und Idee. Sie sagen: ich nehme wahr, ich gebe wahr, ich erweise mich. Sie sind weitsichtig, echt, festigend, gründlich. |
![]() |
Damen (Königinnen) sind
Hüterinnen und verkörpern das Wissen. Sie stehen für Erkenntnis und Traum. Sie sagen: ich lasse zu, ich erkenne, ich interpretiere, ich definiere, ich formuliere. Sie sind innovativ, spontan, hingebungsvoll. |
![]() |
Ritter sind Boten und
verkörpern das Wagen. Sie stehen für Handeln und Plan. Sie sagen: ich handle, ich plane, ich packe an, ich übermittle. Sie ziehen Konsequenzen, sind schlussfolgernd, verändernd. |
![]() |
Buben (Pagen) sind Abenteurer und
vekörpern das Schweigen. Sie stehen für Auswirkungen und Ausführung. Sie sagen: ich bin, ich vollende, ich konkretisiere. Sie erproben, sind spielerisch, sie üben. |
| © 2006 Hanspeter Schmid | |