| Theorie | |
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Das Tarot verstehe ich als einen Satz von 78 Bildern, welche eine Gedächtnisstütze sind für ein altes Modell der menschlichen Psyche. Dieses Modell hat eine klare und relativ einfache Struktur, die hier beschrieben ist. Wenn Sie diese Struktur mit den Bildern zusammen studieren, werden die Bilder für Sie auch bald zu einfachen und schönen Gedächtnisstützen werden. Die 78 Bilder des Tarot teilen die menschliche Psyche auf mehrere verschiedene Arten ein: |
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| Vier Elemente | Aus
den vier Elementen
setzt sich alles zusammen. Im Tarot stehen Stäbe für
Feuer,
Kelche für Wasser, Schwerter für Luft und
Münzen
für Erde. Was nicht vergessen werden darf: in der Wirklichkeit besteht fast nichts nur aus einem Element. Deshalb heisst die Betrachtung einer Kelch-Karte nicht "ich schaue an, was nur aus Wasser besteht", sondern "ich betrachte jetzt vor allem das Wasser im Objekt meiner Anschauung". ![]() |
| Zehn
Kräfte (40 Zahlenkarten) |
Die
zehn Sphären
beschreiben zehn Arten, wie sich objektive Kräfte auswirken
können. Drei davon beschreiben impulsgebende Kräfte,
drei
beschreiben formende Kräfte, und vier beschreiben umwandelnde
Kräfte. Im folgenden Bild sind die impulsgebenden
Kräfte rechts, die formenden Kräfte links und die
umwandelnden Kräfte in der Mitte dargestellt:![]() Da man bei jeder Kraft getrennt die Feuer-, Wasser-, Luft- und Erd-Aspekte anschauen kann, ergeben sich aus den Sphären und Elementen zusammen vierzig Kombinationen: die vierzig Zahlenkarten des Tarot. Auch hier gilt: in Wirklichkeit gibt es fast nichts, das durch eine einzige Sphäre beschrieben wird. Nicht "ich schaue etwas an, welches durch die Kelch-Sechs ganz erfasst wird", sondern "ich betrachte vor allem den Kelch-Sechs-Aspekt". |
| Vier
Umgangsformen (16 Hofkarten) |
Die
vier Ebenen beschreiben vier
Arten, mit den Elementarkräften umzugehen: von der Idee
(König) über den Plan (Dame) und seine Umsetzung
(Ritter) zur
Vollendung (Bube).![]() Zusammen mit den vier Elementen ergeben sich sechzen Kombinationen: die sechzehn Hofkarten des Tarot. |
| 22 Erfahrungswege (22 Bildkarten) |
Schliesslich
hat das Tarot auch
alle möglichen menschlichen Erfahrungen in zweiundzwanzig
archetypische Erfahrungen eingeteilt: das sind die zweiundzwanzig
benannten Bildkarten.![]() Und wieder: wenn ich eine meiner Erfahrungen mit dem Narren (der Karte oben) zusammenbringe, dann heisst das nicht: "ich mache die Erfahrung, wie man sich als reiner Narr fühlt", sondern "ich betrachte nun den Narren in mir und meiner Erfahrung". Die 22 Bildkarten sind am schwierigsten systematisch zu erfassen. Deshalb präsentiere ich gleich drei Systeme, in denen ich zu jeder Karte nur kurze Stichworte notiere. Ausführlichere Beschreibungen sind dann auf den Seiten zu den einzelnen Karten zu finden. System 1: Auf ein "Innen" bezogen System 2: Auf ein "Aussen" bezogen System 3: Konventionelle und unkonventionelle Entwicklung von Mann und Frau |
| © 2006 Hanspeter Schmid | |