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Erfahrungswege: konventionelle und unkonventionelle Entwicklung von Mann und Frau |
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Jede der 22 so genannten grossenKarten beschreibt einen menschlichen Erfahrungsweg. C.G.Jung nannte solche allgemeinen Erfahrungswege "Wandlungs-Archetypen". Auf dieser Seite ist sehr kurz gezeigt, wie man mit den zweiundzwanzig grossen Karten eine konventionelle Entwicklung von Mann und Frau beschreiben kann, wie sie in der westlichen Kultur üblich ist, und eine unkonventionelle Entwicklung, wie wir sie eher mit einem spirituellen Weg, mit Künstlern, und so weiter, assoziieren. Dabei verstehe ich unter "konventionelle" Entwicklung, dass sich der Mann und die Frau an die gegebenen Verhältnisse anpassen, und unter "unkonventionell" dass sie das eben nicht tun. Sehr deutlich wird aus dieser Beschreibung vor allem folgendes: der unkonventionelle Weg ist schmerzhafter und mühsamer; aber führt in die persönliche Freiheit ... wobei es nicht eine Freiheit von etwas ist, sondern eher eine lebendige Freiheit zu sich selbst, und der Weg dorthin ist lang und mühsam. Man sagt ja deshalb auch: nur tote Fische schwimmen mit dem Strom. Ich habe diese Seite geschrieben in Anlehnung an eine Übung aus Leuenberger's "Schule des Tarot"; man könnte sie also verstehen als meine Musterlösung einer Tarot-Übungsaufgabe. Diese Beschreibung soll deshalb auch nicht verstanden werden als "so ist es", sondern soll Ihnen Denkanstösse geben, um im eigenen Leben immer wieder zu überdenken, ob Sie sich auf einem ausgetretenen Weg befinden, und ob (und wie) Sie diesen verlassen wollen. Übrigens, ich zähle die Gerechtigkeit als VIII und die Kraft als XI, wie es ursprünglich üblich war. Arthur Waite vertauschte die Nummern dieser beiden Karten, weil das in seinem magischen Club (the hermetic order of the golden dawn) so verlangt war, aber die Bilder, welche Pamela Coleman Smith malte, passen eher zur althergebrachten Reihenfolge, was schnell deutlich wird, wenn man in der Legeordnung unten diese zwei Karten vertauscht. |
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Konventionelle Entwicklung des Mannes: 1 3 5 7 9![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 1. "ich kann"
3. Auseinandersetzung mit der Mutter 5. Religion, Ideologie, ... 7. Leben, Beruf, Karriere 9. Weisheit, Zurückgezogenheit, Isolation Konventionelle Entwicklung der Frau: 2 4 6 8 10![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 2. "ich empfange"
4. Bindung an patriarchalische Gesellschaft 6. Rolle innerhalb der Familie 8. bestimmende Funktion in der Familie 10. Weg führt in die Abhängigkeit von den Gesetzen der (sozialen) Welt Unkonventionelle Entwicklung der Frau: 11 13 15 17 19 21![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 11. aktive männliche Seite an
sich selber entdecken
13. auf vieles verzichten, vieles hinter sich lassen 15. die Gefahr der Blockade bzw. die Blockade überwinden 17. Frau sein, die weibliche Sexualität entdecken 19. den richtigen Standort finden 21. Gesetz des Universums verkörpern und dadurch geborgen und zugleich frei sein Unkonventionelle Entwicklung des Mannes: 12 14 16 18 20 0![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() 12. die eigene weibliche Seite
integrieren
14. vieles mehr wird neu gemischt und integriert 16. Überschätzung der eigenen Kräfte und Fall 18. die Tiefe des Unbewussten erleben und die Schatten annehmen 20. Neugeburt 0. Der Narr ist ein bisschen wie der Eremit, aber doch so anders! |
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| © 2006 Hanspeter Schmid | |||